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  • AutorenbildMaja

Keine Wolke



Wir mussten früh aus den Federn, um pünktlich beim Start zu sein. Als der Wecker mich aus dem Schlaf holte, zeigte sich ein komplett blauer Himmel. Es war beeindruckend, dass man weit und breit keine Wolke finden konnte.


Kurz vor dem Rausfahren, kam Toni zu mir und brachte mir ein grösseres Event-Bib, worüber ich sehr froh war. Die letzten Tage zwängte ich mich hinein und kriegte kaum Luft. Auf dem Weg zur Einwasserungsrampe wurden wir dann von Marius (dem Bruder von Yves) überrascht. Er ist mehrheitlich in der Küche von unseren Appartements zu finden, da er fürs Swiss Sailing Team kocht, aber dennoch hat er es geschafft sich rechtzeitig loszureissen.


Es war ein unglaublich langer Weg, wir schleppten gute 40 Minuten bis zu unserer Regattabahn. Da erwarteten uns 5-8kn Wind und gute 40 Meter Strömung pro Minute, ungefähr aus der Windrichtung. Dies hiess für uns, dass wir am Start konstant vorwärtsfahren mussten, damit wir an Ort und Stelle bleiben konnten. Die grösste Herausforderung heute war die Annäherung der Bojen. An der Luv-Boje musste man genügend über die Layline fahren, damit die Boje überhaupt gerundet werden konnte. An der Lee-Boje hingegen, musste der Spi viel früher runtergenommen werden, damit man eine enge Rundung segeln konnte.


Wir starteten frei und schnell ins erste Rennen, wir konnten unsere Position halten und mischten bei den ersten zehn Booten mit. Als wir die Gateboje rundeten, mussten wir wegwenden, doch mit der Strömung trieben wir bereits so weit weg von der Boje, dass wir erneut wenden mussten, weil wir es nicht im Luv der Boje durch schafften. Trotzdem konnten wir das Rennen auf dem siebten Rang beenden.


Im zweiten Rennen machte uns das Luv Boot das Leben schwer und wir suchten uns einen neuen Platz. Wir reihten uns leider hinten ein und mussten uns durch das Feld kämpfen. An den Bojen Rundungen gab es viele Möglichkeiten Boote zu überholen. Zudem erwischten wir auf der zweiten Kreuz auf der rechten Seite etwas mehr Wind, sodass wir auf dem 11. Platz landeten.


Nach 40 Minuten schleppen, waren wir zurück an Land. Beim Auswassern war Marco Brunner da, um uns zu helfen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schön dieses Gefühl ist, wenn an der Rampe jemand auf einem wartet!


Yves und ich werden an dieser Regatta so wenig wie möglich auf die Resultate schauen, es ist ein langer Weg, es kann viel passieren. Wir konzentrieren uns aufs hier und jetzt, auf unseren Prozess! Deshalb schaut selber nach, wenn ihr Wissen wollt, wo wir zurzeit in der Rangliste liegen.



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